Situationen & Notfälle (FAQ)

Herausfordernde schulische Situationen können zum Notfall werden.
Alarm in Sicht. Eine Sammlung, nicht vollständig, aber alles selber erlebt. Wie folgend aufgezeigt, können Konflikte im schulischen Umfeld eskalieren („Wenn…“).
Dagegen bietet supi lernen Präventives, De-Eskalierendes und „Notfallmässiges“ aus praktischer Erfahrung: Situative Unterstützung in der Regelschule als SHP-Ambulanz und, als Kernkompetenz, Einzelunterricht als Sonderschulung (Separation). Schauen Sie sich die folgenden, aus der Praxis gesammelten Alarmzeichen an! Erkennen Sie eigene Erfahrungen, die Sie in Ihrer Schule machen? Sie finden hier ein „Integration-gelingt-nicht-wenn…“ Eine Häufung oder eine Chronifizierung dieser „wenns“ kann zum Stolperstein werden.
supi lernen zeigt an der Peripherie von Regelschule und Sonderschule, dass in Ausnahmefällen notfallmässig geholfen und unterstützt werden muss – aus menschlichen, aus gesetzlichen, aus praktischen Gründen.

Wenn…
Wenn die Klassenlehrperson die Integration wohl bejaht – aber nicht unter den gegebenen Bedingungen (Spardruck, Reformdruck, Personalnotstand)…

Wenn die Unterrichtsstörungen kein Ende nehmen…

Wenn Schülerinnen und Schüler (SuS) sich selber oder andere gefährden…

Wenn Eltern, Kind, Behörden, Schulleiter, Lehrpersonen, Fachleute „nicht kooperieren“ und im Streit sind…

Wenn von allen SuS die gleichen Leistungen und Verhalten erwartet werden, kaum individualisiert wird…

Wenn die Eltern und/oder die Klassenlehrperson nicht gut kommunizieren (können)…

Wenn die Diagnostik bei „Katastrophe!“ anfängt und bei „dumm, böse, faul“ aufhört…

Wenn der Schulsozialarbeiter, der Zivi, die Seniorin, die Klassenlehrperson, der Schulleiterin, die Schulpsychologin, die Hortnerin, die Eltern, etc. die Arbeit des Heilpädagogen machen (wollen/müssen), z.B. weil das SHP-Personal fehlt oder weil niemand für die praktische heilpädagogische Arbeit zur Verfügung steht…

Wenn nach jeder Pause ein Streit geschlichtet werden muss…

Wenn der  Verdacht auf eine Diagnose wie Autismus, ADHS, etc. besteht (von welchem Beteiligten auch immer) aber kein Konsens über entsprechende Massnahmen/keine Massnahmen gefunden wird…

Wenn Zeugnisgespräche und Schulische Standortgespräche (SSG) vermischt werden, wenn die Augenhöhe nicht gefunden wird…

Wenn für Schwache kein Nachteilsausgleich (NTA) entwickelt wird…

Wenn SSGs nicht konsensorientiert, unvollständig und nicht nach ICF durchgeführt werden…

Wenn an Gesprächen die eine Partei spricht und die andere Partei entscheidet…

Wenn in der Klasse oder im Lehrerteam Mobbingthemen erkannt/nicht erkannt, behandelt/ nicht behandelt werden…

Wenn Beteiligte mit dem Nachteilsausgleich die Legitimation dafür einfordern müssen…

Wenn die Unterrichts-Teilhabe der starken und schwachen SuS nicht sichergestellt/geplant ist und abnimmt…

Zum Schluss: Sehr empfehlenswerte Fallstudien, welche schwierige Situationen zeigen und zum professionellen Handeln herausfordern.

KASUS

Fünf Kurzfilme über herausfordernde Situationen in der Schule. Mit heilpädagogischem Kommentar.

„Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen sind eine Herausforderung für Lehrpersonen und Schule. Anhand von wahren Fällen, die nachgespielt wurden, werden in fünf Kurzfilmen folgende Geschichten erzählt: Karin mit Verdacht auf Asperger Syndrom wird gemobbt; Antonj weist in der Oberstufe immer mehr Absenzen auf und verschwindet fast ganz von der schulischen Bildfläche; Shala zerbricht fast am Gruppen druck der Kollegen und sendet verschlüsselte Botschafen zu seiner Not; Uran mit seinem ADHS stellt die Geduld seines neuen Lehrers auf die Probe; der 6. Klässler Samy muss beim Übertritt ins Sonderschulheim harte Prüfungen erdulden.“
Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Concita Filippini und Daniel Barth. Die Rezension unter dem Titel „Ein Hecht in der Badewanne?!“ ist hier zu finden. (2016) Interessieren Sie diese Filme mit heilpädagogischem Kommentar? Klicken Sie hier

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